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Ein kurzes Ausruhen auf den Lorbeeren ist erlaubt

Fachakademie Seligenthal erhält Auszeichnung des Katholischen Schulwerks


Dr. Peter Nothaft, Direktor des Katholischen Schulwerks (r.) und Dunja Müller, Referentin für Schulentwicklung des KSW (l.) überreichen Schulleiter Dr. Stefan Brembeck und der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Meyer das Zertifikat „Nachhaltige Schulentwicklung“.

Zahlreiche Ehrengäste nahmen am Festakt an der Fachakademie Seligenthal teil und freuten sich über die sehr gute Beurteilung der Schule.

Die Theatergruppe der Fachakademie setzte sich auf ganz eigene Weise mit der Zertifikatsverleihung auseinander.

Mit einem Festakt und einem anschließenden Stehempfang hat die Fachakademie für Sozialpädagogik Seligenthal die Verleihung des „Qualitätssiegels für eine nachhaltige Schulentwicklung“ durch das Katholische Schulwerk Bayern gefeiert. Als erste bayerische Fachakademie hatte  sie sich im Vorfeld dem professionellen Blick von außen gestellt und einer externen Evaluation unterzogen.

 Dunja Müller vom Katholischen Schulwerk würdigte nun die „herausragende Qualität der gemeinsamen Arbeit“,  welche der Evaluationsbericht der Schule bescheinige und die sich unter anderem in der ganzheitlichen Förderung der Studierenden, dem wertschätzenden Umgang untereinander, der großen Bedeutung der Praxisausbildung, der Teilnahme am europäischen Austauschprogramm ERASMUS+ und nicht zuletzt in der Ausrichtung an den christlichen Werten ausdrücke. Sie rief die Schulgemeinschaft dazu auf, ihre Schule „weiter so vorbildlich“ zu gestalten und dem „ausgezeichneten Ruf“ der Fachakademie immer wieder neu gerecht zu werden.

Dass es am Willen dazu nicht mangelt, machte die stellvertretende Schulleiterin Sabine Meyer, die den Bereich Schulentwicklung an der Fachakademie verantwortet, in ihrer Rede deutlich. Das hervorragende Evaluationsergebnis sei „für uns hier Bestätigung und Ansporn zugleich“. Es gehe nun darum, das Erreichte zu würdigen, für die Zukunft erreichbare Ziele zu formulieren und dabei immer die Balance zwischen dem Verändern und Bewahren zu finden.

Schulleiter Dr. Stefan Brembeck setzte sich im Anschluss mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Erzieherausbildung auseinander. Die zunehmende Übermacht des Digitalen erfordere es, bei den Erzieher/-innen von morgen das Bewusstsein für den Wert der analogen Welt mit ihren anfassbaren Gegenständen zu schärfen, denn „Kinder beginnen ihr Leben analog und brauchen analoge Erfahrungen für ihre Entwicklung“, so Brembeck.  In der berührbaren, der fühl- und riechbaren Welt fänden sie Dinge, die ihnen das Digitale nicht liefern könne, die aber lebenswichtig seien.

Deshalb müsse die Ausbildung den Fokus ebenfalls auf die unmittelbare Erfahrung richten und den Studierenden als „Digital Natives“ durch die direkte Begegnung mit Menschen und Dingen, durch den Besuch von Museen, Theatern und Bibliotheken, durch die Diskussion mit Fachleuten und durch die Reflexion des Erlebten einen echten Zugang zur analogen Welt ermöglichen.

Die Studierenden der Fachakademie waren es schließlich, die mit einer beschwingten Tanzeinlage, einem harmonisch ausgereiften Beitrag des Chores und einer pointenreichen Darbietung der Theatergruppe zeigten, dass das analoge Angebot an der Fachakademie ganz offensichtlich nicht zu kurz kommt und alle Generationen begeistern kann.


Autor: Elisabeth Strasser | Datum: 20.02.2019